Handeln mit Binären Optionen – diese Forex-Grundlagen sollten Sie kennen

Das Handeln mit binären Optionen ist im Grunde relativ einfach. Der Trader muss lediglich entscheiden, in welche Richtung der Markt sich seiner Meinung nach bewegen wird, und die entsprechende Option kaufen. Ist seine Entscheidung richtig, erhält er den bereits beim Kauf der binären Option festgelegten Gewinn ausbezahlt. Doch obwohl es auf den ersten Blick nach einem Kinderspiel aussieht, gehört zu erfolgreichem Trading mit binären Optionen zumindest Grundlagenwissen. Sie sollten wissen, wie die Märkte funktionieren und wie sich deren Kurse bewegen. Außerdem sollten Sie die Finanzinstrumente kennen, die den binären Optionen zugrunde liegen. Dieser Text soll Ihnen die Grundlagen für das Handeln mit binären Optionen näher bringen, damit Sie die richtigen Entscheidungen treffen können. Dafür ist auch eine Einführung in die aus dem Forex-Handel bekannten Strategien sinnvoll. Doch keine Angst: Es wird nicht zu kompliziert. Wir bleiben bei den Grundlagen. Den fortgeschrittenen Strategien werden wir uns in Kürze mit einem weiteren Beitrag widmen. Über die Trading Strategien im Vergleich hatten wir bereits kürzlich geschrieben.

Handeln mit Binären Optionen

Handeln mit Binären Optionen: Wie trifft Trader die richtige Entscheidung?

Die Entscheidung für den Kauf einer Call oder Put Option treffen erfolgreiche Trader nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Grundlage der Beobachtung der Märkte. Der weltweit größte dieser Märkte ist der Forex-Markt, an dem täglich mehr als 5 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden. Forex ist die Kurzform des englischen Foreign Exchange – dem Handel mit fremden Währungen also. Am Beispiel des Forex-Markts zeigen wir auf, welche Aspekte für den Handel mit binären Optionen beachtet werden müssen und wie Strategien des Devisenhandels für erfolgreiches Trading mit binären Optionen genutzt werden. Dazu schauen wir auf die fundamentale und die technische Analyse sowie die Indikatoren, die hierfür eingesetzt werden. Wer diese grundlegenden Kenntnisse aus dem Forex-Handel verinnerlicht, schafft die erste Voraussetzung auf dem Weg zum erfolgreichen Binäre Optionen Trader.

Die fundamentale Analyse

Die Grundlage für den Wert einer Währung stellen der Zustand und die Entwicklung der Wirtschaft und der Staatsfinanzen des Landes dar, das die Währung repräsentiert. Ist die Wirtschaft gesund und der Staatshaushalt solide, zeigt sich das in der Regel in einem hohen Wert der Währung. Ist der Zustand von Wirtschaft und/oder Staatsfinanzen schlecht, fällt der Wert der Währung. Die Wirtschaft hat dabei nur einen indirekten Einfluss auf den Währungskurs, indem ihr Zustand wesentlich darüber entscheidet, wie hoch oder niedrig die Steuereinnahmen für den betreffenden Staatshaushalt sind. Der Staat wiederum beeinflusst die Entwicklung der Wirtschaft, indem er für diese positive oder negative Rahmenbedingungen schafft.

Nun ist der Wert der Währung nicht entweder hoch oder tief, sondern er bewegt sich ständig, abhängig von vielen größeren und kleineren Ereignissen, die in dem betreffenden Währungsraum passieren. Dazu gehören Dinge wie der Leitzins der Zentralbank, die Arbeitslosenquote, die Inflation (Verbraucherpreise) oder das Bruttoinlandsprodukt. All diese Daten sind fundamentale Indikatoren, die den Kurs der Währung positiv oder negativ beeinflussen können. In der fundamentalen Analyse werden diese Daten ausgewertet, um die Richtung zu erkennen, in die sich der Kurs der Währung bewegen wird. Deutet sich zum Beispiel an, dass die Zentralbank den Leitzins senkt und die Währung somit für die Banken billiger wird, reagiert der Kurs der Währung in der Regel mit Verlusten. Sinkt in einem Land die Arbeitslosenquote, bedeutet dies, dass die Wirtschaft sich positiv entwickelt und der Staat mehr Steuern einnimmt. In der Folge wird der Kurs der Währung steigen. Jeden Tag werden Daten zu den verschiedenen Währungen veröffentlicht, und in der Summe haben sie erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Währungskurses – und damit auch auf das Handeln mit Binären Optionen, denen ein Währungspaar zugrunde liegt.

Die technische Analyse

Die technische Analyse beruht auf der Auswertung vergangener Kursbewegungen, hin zum aktuellen Zeitpunkt. Ziel ist dabei, aus vorherigen Bewegungen und Mustern, mit Hilfe von bestimmten Indikatoren, die zukünftige Kursbewegung zu bestimmen. Dies wird möglich, weil die Kurse an den Finanzmärkten häufig bestimmten Bewegungsmustern folgen. Entsteht also ein bestimmtes Muster, liegt die Wahrscheinlichkeit recht hoch, den weiteren Kursverlauf relativ genau zu bestimmen. Diese Muster werden bei der technischen Analyse innerhalb der Charts markiert, die den Kursverlauf grafisch darstellen. Um eine möglichst genaue Aussage zu erhalten, werden dazu in der Regel mehrere Indikatoren gleichzeitig verwendet. Die wichtigsten Indikatoren und deren Funktion werden im Folgenden erklärt. Dabei bezieht sich die Erklärung auf die Verwendung in der Forex Handelsplattform MetaTrader 4, die bei den meisten Brokern mit einem kostenlosen Demo-Konto genutzt werden kann.

Die Forex Indikatoren

Die Indikatoren dienen dazu, bestimmte Kursbewegungen in dem Chart eines Währungspaars zu erkennen, und diese zu markieren. Richtig angewendet lässt sich mit ihnen der richtige Punkt für den Einstieg in den Handel finden.

Der Simple Moving Average (SMA)

Der Moving Average Indikator wird verwendet, um mittel- und langfristige Trends zu erkennen. Dazu berechnet er den durchschnittlichen Schlusskurs eines Währungspaars über einen bestimmten Zeitraum. Der Zeitraum wird dabei anhand der Schlusspreise der im Chart dargestellten Zeitintervalle festgelegt. Die Schlusspreise der gewählten Anzahl der Intervalle werden dazu addiert und anschließend durch die Anzahl dividiert. So ergibt sich der durchschnittliche Schlusskurs über den gewählten Zeitraum. Dieser wird in Form einer Linie innerhalb des Charts eingezeichnet.

Der Stochastik Indikator

Der Stochastik Indikator zeigt an, ob ein Währungspaar aktuell überkauft (Overbought) oder überverkauft (Oversold) ist. Im MetaTrader 4 wird der Stochastik Indikator in einem zusätzlichen Fenster unterhalb des Chart dargestellt, in einem Wert zwischen 0 und 100. In dieses Fenster werden Linien für die Bereiche eingezeichnet, deren Erreichen bzw. Überschreiten den Status Overbought oder Oversold bedeuet. Über- oder unterschreitet der Kurs eine der Linien, ist es sehr wahrscheinlich, dass kurz danach eine Kurskorrektur eintritt und der Kurs sich in die Gegenrichtung bewegt. Die Standard-Einstellung im MetaTrader ist 80 für Overbought und 20 für Oversold. Diese ist eher aggressiv und sollte anhand eigener Beobachtungen auf den idealen Wert eingestellt werden, z.B. 90 und 10. Wenn der Stochastik Indikator für die Kaufentscheidung genutzt wird, muss er die entsprechende Linie nicht nur erreichen, sondern deutlich überschreiten.

Die Fibonacci Retracements

Mit Fibonacci Retracements lassen sich Umkehrpunkte bei einer Korrekturbewegung innerhalb eines Trends ermitteln. Der Indikator beruht auf einer Zahlenreihe, die bereits im 12. Jahrhundert von dem als Fibonacci bekannten Mathematiker Leonardo da Pisa entdeckt wurde. Die Fibonacci Retracements werden im MetaTrader vom tiefsten Kurs eines Aufwärtstrends zum höchsten Kurs eingezeichnet, und umgekehrt bei einem Abwärtstrend. Angezeigt werden Linien mit den Werten „23,6“, „38,3“, „50,0“ und „61,8“. Durchbricht der Kurs die 50,0 Linie, ist es sehr wahrscheinlich, dass er wieder in die Trendrichtung dreht. Durchbricht er die Linie mit dem Wert 61,8, besteht die Möglichkeit, dass die Trendrichtung sich gedreht hat. In dem Fall bleibt abzuwarten, in welche Richtung der Trend sich stabilisiert. Um verlässliche Aussagen aus den Fibonacci Retracements zu erhalten, sollte das Chart mindestens auf den Zeitraum von einer Stunde (H1) eingestellt sein.

Die Bollinger Bänder

Bollinger Bänder

Die Bollinger Bänder sind drei Linien, die in einen Chart eingezeichnet werden und die Volatilität des Marktes beschreiben

Die Bollinger Bänder geben einen Einblick in die Volatilität des Marktes, und mit ihrer Hilfe wird festgestellt, ob der Kurs sich oberhalb oder Unterhalb der vergangenen Kurse befindet. Dazu zeichnet der Indikator drei verschiedene Linien – auch Bänder genannt – in den Chart. Diese zeigen den oberen Kurs, den Mittelwert und den unteren Kurs an. Trifft der Kurs auf die obere oder die untere Linie, ist dies das Signal für eine Position in die Gegenrichtung. Das heißt, es ist wahrscheinlich, dass sich der Kurs nun andersherum bewegt als bisher. Dabei können Bollinger Bänder sowohl innerhalb eines Trends, wie auch während einer Seitwärtsbewegung im Markt verwendet werden.

Die hier genannten Indikatoren werden in der Regel als Kombination eingesetzt. Als erfolgreicher Trader sollten Sie also niemals Ihre Kaufentscheidung von nur einem Indikator abhängig machen, sondern immer eine Strategie basierend auf zwei oder mehr dieser Faktoren aufbauen. Zusätzlich existieren noch weitere Indikatoren, die im Bedarfsfall zusammen mit den Strategien auf dieser Seite vorgestellt werden. Um das Gefühl für den Umgang mit den Indikatoren zu entwickeln, empfiehlt es sich, zunächst ein kostenloses Forex Demo-Konto bei einem Forex Broker einzurichten, dort den MetaTrader 4 herunterzuladen und ein wenig mit den Indikatoren zu üben. Auch einige Binäre Optionen Broker mit Demokonto bieten die Möglichkeit, sich kostenlos mit den Forex-Grundlagen und dem Handel mit Binären Optionen vertraut zu machen.

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